Intelligentes Handeln zeigt sich in flexiblem Handeln, das nicht einem festen, vorgegebenen Schema entspricht (Instinkt).
Flexibles Handeln ist auch bei Maschinen möglich, wenn deren Programmierung zwischen mehreren Möglichkeiten umschalten kann,
abhängig von irgendwelchen äußeren Parametern. In diesem Fall wird man aber nicht der Maschine, sondern dem Programmierer
intelligentes Handeln zurechnen.
"Selbstbewusstsein" wird in der Biologie durch den "Spiegeltest" überprüft, bei dem ein Tier vor einen Spiegel gesetzt
und dessen Reaktion beobachtet wird, wenn man sein Erscheinungsbild ändert. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn sich
das Tier über optische Eindrücke identifiziert. Hunde identifizieren sich gegenseitig stärker über den Geruchssinn,
woraus ein Verhalten entstehen kann, das für den Menschen absurd erscheint. Müsste man folglich den Geruch eines Hundes
ändern, um den Grad seines "Selbstbewusstseins" zu testen?
"Einsichtsfähigkeit" zusammen mit "Kreativität" beinhaltet die Fähigkeit, vorhandenes Wissen zu analysieren und es zu neuem Wissen
zu kombinieren, also logisches, kreatives Denken. Logische Verknüpfungen zu neuen Schlussketten zu kombinieren, ist
Merkmal der Programmiersprache Prolog.
Prolog kann zunächst keine Zusammenhänge zwischen Daten entdecken, die es nicht aus anderen ableiten kann. Prinzipiell lässt
sich dies über die Analyse von bedingten Wahrscheinlichkeiten oder über neuronale Netze durchführen.
Theoretisch könnte somit ein genügend leistungsfähiges Rechnersystem, ausgehend von einer Datenbasis, diese analysieren und
aus ihr immer neue Zusammenhänge ableiten. "Intelligent" wird dieser Vorgang aber erst, wenn die Ergebnisse vom
Produzenten je nach Nutzen einen "Wert" erhalten, wobei "Nutzen" sich auf Produzenten oder alle bzw. einer Gruppe von
Wesen bezieht (Menschen, Tiere, intelligente Maschinen) und von moralischen Vorstellungen abhängt (siehe auch
KI und Emotionen).
Fazit:
[13.1.2024]
Eine andere Möglichkeit, auf "Selbstbewusstsein" zu schließen, besteht darin, zu beobachten, ob ein Tier oder Mensch einen
Namen mit sich verbindet, also auf seinen Namen reagiert, aber auf andere nicht. Dies ist zumindest bei Menschen und Hunden
der Fall. Aber genügt das?
Man sieht: Der Begriff "Bewusstsein" grenzt sich nicht auf natürliche Weise von "Nichtbewusstsein" ab. Er kann nur
durch eine Definition festgelegt werden, die aus einer Auswahl von nachprüfbaren Eigenschaften besteht.
Die Begriffe "Intelligenz" und "Bewusstsein" lassen sich objektiv nicht auf natürliche Weise ableiten. Somit bleibt nur als einziger
Weg, dass man die Begriffe willkürlich definiert, um sie zu objektivieren. Dass man damit nicht alle möglichen Aspekte berücksichtigt,
lässt sich nicht vermeiden.