Fehlentwicklungen
- Dieselkrise: Viele Bürger sahen sich hierdurch veranlasst, ihren verbrauchsarmen Diesel gegen einen Benziner zu tauschen, der zwar weniger NOx
produziert, dafür aber mehr CO2. Zudem bewirken Sperrungen von Straßen längere Ausweichstrecken und damit deutlich mehr CO2.
Die Alternativen, Fahrräder oder öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, gibt es wegen zu langen Fahrstrecken oder unzumutbaren Verbindungen nicht
für jeden.
- E-Versorgung: Der Einsatz von alternativen Energien hat den Nachteil, dass Sonneneinstrahlung und Wind schwanken. Andererseits erwarten
Bürger und Industrie eine stabile E-Versorgung. Meiner Meinung nach gibt es hierfür drei Lösungsmöglichkeiten:
- Ein möglichst großes, am besten europaweites Verbundnetz:
Noch besser wäre es, auch nordafrikanische Staaten anzubinden, da dort die
Sonneneinstrahlung gleichmäßiger ist. Aber die nötigen Fernleitungen werden durch lokale Initiativen verhindert.
Bemerkenswert ist es, wenn die eine Initiative Freileitungen fordert, eine andere aber Erdleitungen.
- Kernkraft:
In Deutschland werden auf öffentlichen Druck alle Kernkraftwerke abgeschaltet. Möglichkeiten, durch neue Verfahren die Umweltproblematik zu
entschärfen (z.B. Verkürzung von Halbwertzeiten), wurden nicht überprüft. Kernkraftwerke erzeugen praktisch kein CO2. Es gibt lokale Risiken, die aber im
Hinblick auf das globale durch Klimaerwärmung und resultierende Hungersnöte hingenommen werden sollten.
- Klassische Kraftwerke:
Meiner Meinung nach eine sehr schlechte Lösung, da hierdurch neue Umweltprobleme entstehen wie z.B. Zerstörung von Landschaften und hoher CO2-Ausstoss.
Verständlicherweise wird gefordert, klassische Kraftwerke abzuschalten. Aber was dann?
- E-Autos:
E-Autos sind um mehr als 300kg schwerer als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotoren und verbrauchen damit auch mehr Energie. Je nach Anteil der E-Autos rechnet
man mit dem 4- bis 6-fachen des heutigen Stromverbrauchs. Erzeugung und Verteilung dieser Menge werden Widerstand in der Bevolkerung hervorrufen, die Umwelt wird
stark beeinträchtigt. U.a. deswegen kann die Stromversorgung für längere Zeit nicht sicher garantiert werden.
- E-LKW's:
Südlich von Frankfurt ist eine Teststrecke für E-LKW's eingerichtet: Die Autobahn Frankfurt-Basel ist dort mit Strommasten versehen, die in bestimmten
Abständen E-LKW's über Stromabnehmer aufladen. 5 E-LKW's wurden dazu neu entwickelt. Geplant sind weitere Teststrecken. Alles bezahlt mit Steuergeldern!
Bis das Verfahren praktische Auswirkungen hat, werden vermutlich mehr als 20 Jahre vergehen, da erst Produktionsstätten für E-LKW's aufgebaut
und Käufer gefunden werden müssen. Letzteres dürfte problematisch werden, da die LKW's zunächst nur auf bestimmten Strecken eingesetzt werden können.
Auswirkung auf die Umwelt: Innerhalb der nächsten 20 Jahre praktisch keine. Deutlich effektiver wäre eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn.
[20.10.2021]
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