Verkehr
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Gerade im Ruhrgebiet sind Staus der Normalzustand. Ein Teil (z.B. auf der A1) wird dadurch erzeugt, dass die zulässige Geschwindigkeit sehr stark schwankt:
Im Baustellenbereichen zwischen 60 und 80 km/h, außerhalb 130 km/h oder sogar unbegrenzt.
Das führt dazu, dass die Autos nach der Baustelle mit einem hohen Treibstoffverbrauch beschleunigen, um wenige Kilometer später wieder auf 60 km/h abzubremsen,
eine Ursache für Staus. Besser wäre es, die Geschwindigkeit zwischen den Baustellen so weit abzusenken, dass gleichmäßigeres Fahren erzwungen wird. Insgesamt spart
das sogar Fahrzeit und natürlich auch Treibstoff. Ähnliches gilt für die Haupverkehrsstraßen in Städten.
- Man sollte auch versuchen, Straßensperrungen nicht unnotig lang durchzuführen. Durch Sperrungen werden vielfach lange Umwege erzwungen, die den
CO2-Ausstoß erhöhen.
- Die Bahn sollte in stärkerem Maß Personen- und Güterverkehr übernehmen. Ein Güterzug fährt deutlich umweltfreundlicher als LKW's
mit der gleichen Transportleistung. Das setzt voraus, dass die Bahn modernisiert wird, insbesondere die Fahrpläne optimiert werden. Man sehe sich hierzu Beispiele
in anderen Ländern an. Hätte man die Bahn in vergangenen Jahren nicht abgebaut, hätte man zwar weiterhin Verluste mit ihr eingefahren, dagegen aber Schäden an Straßenbrücken und -Fahrbahnen
reduziert.
- Die Taktik, Autoverkehr zu behindern, bewirkt nicht unbedingt den Umstieg auf Bus und Bahn, wenn dort nicht vorher ein akzeptables Angebot gemacht wird.
Hingegen entstehen unnötige Staus und die Fahrt über längere Ausweichstrecken, wodurch der CO2-Ausstoss sogar vergrößert wird.In meinem Fall würde ich meine
Tätigkeit als Informatik-Lehrer aufgeben, bevor ich in derzeit 5 Stunden mit öffentlichen Verkehrmitteln fahre, um 1 1/2 Stunden Unterricht zu geben.
- Es sind Rechtsvorschriften zu entwickeln, durch die öffentlicher Busverkehr Vorrang vor anderem Verkehr erhält wie z.B. genereller Vorrang an Kreuzungen und beim
Wechseln von Spuren.
- Es gibt Alternativen zu E-Autos mit ihren problematischen Batteriesätzen:
- Wasserstoff- und Gas-Autos können mit Gas aus umweltneutraler Produktion betrieben werden. Entsprechende Verfahren werden derzeit erprobt.
- Moderne Hybridantriebe können mit Benzinmotor den CO2-Ausstoss auf 18g/km verringern, also ungefähr einem Zehntel gegenüber heutigen Fahrzeugen (FAZ vom 15.10.19). Hierbei kann
die bisherige Infrastruktur weiter genutzt und Versorgungsrisiken vermieden werden, die bei einem großen Anteil von E-Fahrzeugen erwartet werden.
- Für ca. 5000,- kann man kleine alltagstaugliche E-Autos erhalten, die infolge ihrer Größe ideal für den Stadtverkehr und kurze Strecken geeignet sind.
Allerdings müsste man die Höchstgeschwindigkeit von 45km/h auf 60km/h anheben, um nicht zusätzliche Verkehrshindernisse zu schaffen. Diese Fahrzeuge sind
eine gute, bezahlbare Ergänzung zu größeren Fahrzeugen, mit denen man auf Langstrecken unterwegs wäre.
- Schmale Fahrradwege auf beiden Seiten einer Straße haben sich nicht bewährt. Fahrradstreifen auf der Fahrbahn erhöhen das Gefahrenpotential. Eine Alternative wäre, an einer
Straßenseite vorhandene kombinierte Fahrrad- und Fußgängerwege vorrangig für Fahrräder zu reservieren (Breite 2m und mehr), dafür auf der anderen Straßenseite einen reinen Fußgängerweg, der
schmaler sein könnte.
Energieversorgung:
- Ein Fehler für die Klimaentwicklung war das Abschalten von Atomkraftwerken: Während Atomkraftwerk praktisch kein CO2 ausstoßen, haben Kohlen- und Gaskraftwerke einen sehr
hohen CO2 Ausstoß, es sei denn, man benutzt bei Gaskraftwerken H2, wie es bereits vor 30 Jahren vorgeschlagen wurde.
- Solar- und Windenergie sind klimafreundlich. Ihre Energieausbeute schwankt je nach Wetterlage sehr stark. Um das zu reduzieren, gibt es zwei Möglichkeiten:
1.Man baut die Solar- und Windenergie so stark aus, dass sie auch bei ungünstigsten Verhältnissen ausreichend Strom liefert. Dies zerstört unnötig Landschaften und belastet Tier-
und Pflanzenwelt. Und, was macht man mit dem überschüssigen Strom, wenn die Verhältnisse günstiger sind?
2.Man schafft mittels entsprechender Stromtrassen einen europaweiten Verbund, so dass lokale Schwankungen in der Stromproduktion teilweise ausgeglichen werden können. Die Umweltbelastung
dürfte geringer sein als bei Vorschlag 1. Noch günstiger wäre es, nordafrikanische Staaten anzubinden.
Überschüssiger Strom sollte in beiden Fällen zur Erzeugung von H2 genutzt werden!
Um den Energieverbrauch von Häusern zu reduzieren, kann auch ein Wintergarten nützlich sein: Bei passendem Aufbau kann er in der Übergangszeit die benötigte Heizleistung
stark reduzieren.
Allgemein:
Man sollte sich klar machen, dass wir in einer Klimakrise stecken, die eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Verhindern können wir sie nicht mehr, aber versuchen, mit ihr vernünftig
zu leben. Die Krise ist nicht plötzlich entstanden, sondern hat sich langsam aufgebaut. Seit über 40 Jahren wurde vor ihr gewarnt, allerdings nur unzureichend reagiert. Die Menschheit
hat in der Vergangenheit starke Klimaschwankungen überlebt und wird es wohl auch diesmal. Wie groß die Opfer sein werden, ist eine andere Frage.
Wenn man bedenkt, dass in der Vergangenheit mehrmals über 90% der Lebewesen ausgestorben sind, so wird sich auch im schlimmsten Fall die belebte Natur anpassen und weiter existieren.
Nur wird sich die Welt für uns entscheidend ändern!