Nach unseren Erkenntnissen gibt es sehr viele Sterne mit Planeten, so dass es höchst unwahrscheinlich ist,
nur auf der Erde Leben zu finden. Man kann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es irgendwo außerhalb
der Erde
intelligentes Leben gibt, wobei der Begriff "Intelligenz" noch unabhängig von der menschlichen definiert
werden müsste: Intelligenz kann auch Walen und bestimmten Vogelarten zugesprochen werden.
Betrachtet man die Entwicklung des Lebens auf der Erde, so hat es mehrmals tiefe Einschnitte gegeben, die einen großen
Teil des Lebens vernichteten und die Umwelt umkrempelten - man denke an Klimaveränderungen, die durch Vulkanausbrüche oder
Meteoriteneinschlag verursacht wurden. Das Leben war aber robust genug, dass es anschließend eine neue Umwelt formte.
Das bedeutet: Wir Menschen können durch unser Handeln zwar unsere eigene Umwelt und damit auch unsere Existenzgrundlage
zerstören, das Leben werden wir vermutlich nicht komplett auslöschen. Es könnte sogar neues intelligentes Leben
entstehen.
Fazit: Wir bruachen die Natur, die Natur braucht uns nicht!
Man kann die Entstehung des Universums mit einer alles umfassenden Schöpfermacht verbinden. Diese Macht ist dann Urgrund
allen Lebens und Herrin über die Zeit. Die Vorstellung der Macht als einen vermenschlichten Gott ist unzulässig, da
es dann ein Gegenüber -die Umwelt- gibt und die Macht somit nicht mehr allmächtig ist. Insbesondere ist die Macht nicht auf
die Hilfe von Menschen angewiesen, und Kriege in ihrem Namen dienen real nur den Machtinteressen einiger Menschen und
vernichten wervolles Leben und Resourcen. Sinnvoller ist es, die vorhandenen Resourcen zum Wohle aller Menschen einzusetzen.
Das bedeutet: Probleme
sollten wir selbst vermeiden oder lösen und nicht auf eine fremde Macht hoffen, die dann die Probleme nicht in unserem,
sondern einem übergeordneten Sinn löst.
Wir sollten vor diesem Hintergrund mal überlegen, was denn existenzbedrohende Probleme sind und wie diese in ihrer Dringlichkeit
zu ordnen sind. Ich sehe da drei, die alle Menschen betreffen:
- Der Klimawandel, also Anstieg der Meeresspiegel, Extremwetter und dadurch bedingte Vernichtung von Nutzflächen.
Welchen Anteil der Mensch am Klimawandel hat, ist dabei unerheblich. Die Folgen sind jedenfalls spürbar.
Wir werden den Klimawandel kurzfristig nicht zurückdrehen können, sollten aber versuchen, die Folgen in den Griff zu
bekommen. Da der Klimawandel global ist, ist auch global abgestimmtes Handeln nötig. Man sollte auch daran denken, dass
kleine Maßnahmen, die von vielen Menschen getragen werden, wirkungsvoller sin können als Radikallösungen,
die nicht angenommen werden.
- Die Verarmung, ausgelöst durch Klimawandel und negative wirtschaftliche Entwicklungen. Zu letzterem zählen Vernichtung
von Wald, nicht nachhaltige Nutzung von Ackerböden, dazu unkontrollierte Müllentsorgung und Ausbeutung von
Bevölkerungsgruppen, um Gewinne zu steigern. Dieses Problem ist nur langfristig zu lösen und erfordert
das Umdenken der Menschen und daraus resultierend den Umbau der Wirtschaftsstrukturen.
- Ein scheinbar lokales Problem ist die Machterhaltung einzelner Gruppen durch Unterdrückung und Kriege, durch die Fluchtströme
ausgelöst werden. Kriege vernichten zudem Produktionstätten und auch Nutzflächen. Und was gewinnt man real durch einen
gewonnenen Krieg? Ein zerstörtes Gebiet, das man wieder aufbauen muss!
Sarkastisch gesehen, können Kriege aber auch Probleme lösen, indem sie die Menschheit reduzieren. Wünschenswert ist diese Art
der Problemlösung aber nicht!!